Biologisierung

Biobasierte Geschäftsmodelle

Vermehrt rücken Themen wie Umweltschutz und Ressourceneffizienz in den Fokus der Gesellschaft. Gleichzeitig erfolgt ein Wandel hin zu kürzeren Produktlebenszyklen und einer zunehmenden Nachfrage nach individualisierten Produkten. Hierfür muss umwelt- und ressourcenschonendes Wirtschaften mit globaler Wettbewerbsfähigkeit in Einklang gebracht werden. Daraus ergeben sich neue Anforderungen an Produktionskonzepte und -prozesse.

Die Biologisierung ermöglicht Unternehmen, diese Anforderungen zu erfüllen und neue Geschäftsmodelle zu erschließen.

Definition Biologisierung und Bioökonomie

„Biologisierung“ beschreibt die zunehmende Integration von Prinzipien der Natur in moderne Wirtschaftsbereiche und Produktionsprozesse. Das Ziel des hierdurch ausgelösten Struktur- und Technologiewandels ist die „Bioökonomie“. Die Bioökonomie umfasst die Erschließung und Nutzung biologischer Ressourcen, Prozesse und Prinzipien, um Produkte, Verfahren und Dienstleistungen in allen wirtschaftlichen Sektoren im Rahmen eines zukunftsfähigen Wirtschaftssystems bereitzustellen.

Chancen für die Wirtschaft

Die sektorübergreifende Verbindung biotechnologischer Erkenntnisse mit anderen Technologien eröffnet in zahlreichen Branchen ein breites Innovationsspektrum. Dies reicht von der Medizin über Landwirtschaft und Ernährung bis hin zu Konsumgütern, neuen Materialien sowie Ansätzen in der Energieversorgung oder der biobasierten Datenspeicherung. Damit bietet sich für Unternehmen die Chance, neue Geschäftsfelder zu erschließen und die eigene Wettbewerbsfähigkeit auszubauen.