Aktuelles aus der BioRegioN

Cardior ernennt Axel-Sven Malkomes zum Finanzvorstand

Axel-Sven Malkomes ist neuer Chief Financial Officer (CFO) von Cardior Pharmaceuticals, das gab das Biotech-Unternehmen aus Hannover am 3.11.2022 bekannt. Malkomes wird in das Führungsteam von Cardior eintreten, um die Bereiche Finanzbetrieb und -planung, Risiko und Compliance, Investor Relations und Informationstechnologie zu leiten. Cardior befindet sich derzeit in der klinischen Phase der Entwicklung von Therapeutika für Patienten mit Herzerkrankungen, basierend auf nicht-kodierender RNA (ncRNA). Mit fast 30 Jahren Erfahrung in der Life-Science-Branche – sowohl in Führungspositionen als auch im Investmentbanking, bei Investitionen im Gesundheitswesen und in der Unternehmensentwicklung – gewinnt Cardior damit einen erfahrenen CFO, der seine umfangreiche Expertise in die weitere Unternehmensentwicklung einbringen kann.

Die Pressemitteilung von Cardior inden Sie hier.


Abcalis: Vegane Antikörper treffen Biosensoren

Höchstwahrscheinlich besitzen Sie selbst oder Ihr Umfeld ein Smartphone, das Ihnen sagen kann, wie viele Stunden Sie geschlafen haben oder wie viele Schritte Sie am Tag gegangen sind. Aber wussten Sie, dass diese Informationen von sehr kleinen Sensoren geliefert werden, die wahrscheinlich außerhalb Europas hergestellt werden? Das Braunschweiger Unternehmen Abcalis hat jetzt ein ein neues Projekt für die nachhaltige Transformation der Herstellung von Biosensensoren initiiert.

Mikroelektromechanische Sensoren sind heute unverzichtbare Bestandteile in allen Bereichen des Lebens, etwa im Verkehrswesen, in der Telekommunikation und in der Unterhaltungselektronik. Sie werden mithilfe der MEMS-Technologie (mikroelektromechanische Systeme) auf der Oberfläche von Siliziumwafern (dünne runde Scheiben mit einem Durchmesser von 15, 20 oder sogar 30 cm) hergestellt. Diese Technologie ist dank ihrer zahlreichen Anwendungsmöglichkeiten umfangreich einsetzbar, aber für die Herstellung gibt es sehr spezielle und aufwändige Anforderungen. Für die MEMS-Technologien sind derart hohe Investitionen in hochspezialisierte und kostspielige Reinraumanlagen erforderlich, dass sich die Sensorherstellung auf nur wenige große Unternehmen der Halbleiterindustrie konzentriert, von denen viele in Asien tätig sind. Auch das Anwendungsspektrum dieser Technologie auf weitere Bereiche der Biosensorik wird immer noch durch die Schwierigkeiten begrenzt, biospezifische Elemente so in miniaturisierte Sensorarrays einzubauen, dass verschiedene Substanzen erkannt und identifiziert werden können.

(Quelle: Pressemitteilung Abcalis)

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Doppelte Förderung für neue Methode in der Krebsdiagnostik

Ein von Max-Planck-Forscher Stefan Glöggler entwickeltes effizientes Kontrastmittelverfahren für die MRT-Bildgebung lässt darauf hoffen, Tumore anhand ihrer Stoffwechsel-Aktivität von gesundem Gewebe unterscheiden zu können. Die ForTra gGmbH für Forschungstransfer der Else Kröner-Fresenius-Stiftung (ForTra) sowie der Europäische Forschungsrat (ERC) stellen nun Fördermittel zur Verfügung, um das Verfahren für eine klinische Anwendung an Patient*innen weiterzuentwickeln.

Krebszellen sind wahre Energiefresser, denn sie wachsen und teilen sich um ein Vielfaches schneller und häufiger als gesunde Körperzellen. Den daraus folgenden stark erhöhten Energiebedarf decken sie, indem sie ihren Zuckerstoffwechsel verändern. Über die sogenannte Milchsäuregärung wandeln sie den molekularen „Brennstoff“ Glukose zum körpereigenen Stoffwechselmolekül Pyruvat und schließlich zu Milchsäure (Laktat) um. In klinischen MRT-Studien verwenden Wissenschaftler*innen Pyruvat bereits als Biomarker – das heißt als biologischen Anhaltspunkt – für Krebserkrankungen, da Tumorzellen eine deutlich höhere Konzentration an Milchsäure aufweisen als gesunde Zellen. Diese Eigenschaft machen sich Stefan Glöggler und sein Team für ihr MRT-Verfahren zunutze.

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