Aktuelles aus der BioRegioN

Neue Fördermöglichkeiten des Bundes: Kindgerechte Gesundheitsversorgung und vereinfachte klinische Validierungen medizintechnischer Lösungen

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung hat in den vergangenen Monaten zwei neue Förderrichtlinien gestartet. Die Richtlinie „Kleine Patienten, großer Bedarf − Medizintechnische Lösungen für eine kindgerechte Gesundheitsversorgung“ hat das Ziel, die Gesundheitsversorgung noch stärker als bisher am Versorgungsbedarf auszurichten – mit spezifischem Fokus auf der Verbesserung der Versorgung von Kindern. Seit dem 17.5.2017 sind Bewerbungen auf die Förderausschreibung möglich.

Seit dem 16.6.2017 läuft zudem die Ausschreibung „Medizintechnische Lösungen in die Patientenversorgung überführen – Klinische Evidenz ohne Verzögerung belegen“. Die Förderrichtlinie soll kleine und mittelständische Unternehmen an sich wandelnde rechtliche und regulatorische Rahmenbedingungen heranführen und sie bei klinischen Validierungen medizintechnischer Lösungen unterstützen. 

Quelle: Bundesministerium für Bildung und Forschung

Kooperation um DSMZ bestimmt Erbgut von mehr als 1000 Bakterien

Forscher des Leibniz-Instituts DSMZ − Deutsche Sammlung von Mikroorganismen und Zellkulturen haben gemeinsam mit dem kalifornischen Joint Genome Institute das komplette Erbgut von über 1000 Bakterien und Archaeen bestimmt. Die DSMZ brachte in das fünfjährige Forschungsprojekt die Expertise in der Anzucht von Mikroorganismen und in der phylogenomischen Auswertung ein.

Das Ergebnis stellt die höchste Zahl mikrobieller Typstammgenome dar, die jemals in einem Projekt sequenziert wurden. Die Zahl sequenzierter Typstämme wurde damit auf einen Schlag mehr als verdoppelt. Weiterhin haben die Wissenschaftler in den genetischen Codes zahlreiche neue Enzymkomplexe identifiziert, die Grundlage für neue biotechnologische und medizinische Anwendungen sein können.

Quelle: DSMZ − Deutsche Sammlung von Mikroorganismen und Zellkulturen

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TRAIN Academy: Curriculum zur Weiterbildung und Zertifizierung startet im Oktober 2017

TRAIN Academy: Curriculum zur Weiterbildung und Zertifizierung startet  im Oktober 2017

Ab Oktober 2017 besteht erneut die Möglichkeit, sich an der TRAIN Academy im Bereich „Translationale Forschung & Medizin: Von der Idee zum Produkt“ weiterzubilden und zu zertifizieren.

In einem zweijährigen berufsbegleitenden Curriculum vermitteln Experten aus Grundlagenforschung, Präklinik, Klinik, Industrie und regulatorischen Behörden praxisnahes Wissen zu den Lernmodulen:

  • Idea – first steps
  • Quality assurance
  • Discovery & development of small molecules
  • Development and manufacturing of ATMPs and other biologicals
  • Development and marketing authorization of medical devices and tissue engineered medicinal products
  • Pre-clinical development
  • Clinical development
  • Regulatory affairs, approval of medicinal products and ethics
  • Cross-process aspects
  • Transferable skills
  • Rotation, career-coaching & consulting
  • Key note lectures

Weitere Informationen zur TRAIN-Akademie, zu den Referenten und zur Anmeldung finden Sie hier.

Der Herzschwäche auf der Spur: MHH startet zwei neue Forschungsprojekte

Fakt ist: Ältere Menschen leiden häufiger an Herzschwäche und Herzversagen als jüngere. Die Frage, wie genau sich das Herz im Laufe des Alterns verändert, bleibt bisher allerdings zu großen Teilen unbeantwortet. Diesen Veränderungen widmen sich nun die Forschungsprojekte EXPERT und LIPCAR-HF, an denen auch die Medizinische Hochschule Hannover beteiligt ist.

Mit der EXPERT-Studie wollen die Forscher neue Strategien für die Diagnose, Prognose und Therapie von Herzkreislauferkrankungen finden, die an das Alter des Patienten angepasst sind. Das Projekt LIPCAR-HF will die Ribonukleinsäure LIPCAR als neuen Biomarker etablieren, um Herzschwäche zu diagnostizieren und bei Herzschwäche-Patienten den weiteren Krankheitsverlauf vorhersagen zu können.

Koordinator der Projekte ist Professor Dr. Dr. Thomas Thum, Leiter des Instituts für Molekulare und Translationale Therapiestrategien der Medizinischen Hochschule. Das Institut ist Teil des Integrierten Forschungs- und Behandlungszentrums Transplantation und in den Exzellenzcluster REBIRTH eingebunden.

Quelle: MHH

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CE-Zulassung für EYEMATE-System: Implantdata sorgt für bessere Versorgung von Glaukom-Patienten

Das EYEMATE-System der Firma Implantdata besteht aus einem implantierbaren, biokompatiblen und permanent im Auge verbleibenden Mikrochip, der bei einer Katarakt-, Glaukom- oder Hornhaut-Operation mit implantiert wird und über integrierte Drucksensoren den Augeninnendruck direkt im Auge misst. Der Mikro-Chip wird über ein Patientenhandgerät mit Energie versorgt, das auch die Messdaten auslesen kann. Das Handgerät sendet die Messdaten anschließend via Internetverbindung an den Augenarzt, der somit frühzeitig über den Krankheitsverlauf und mögliche kritische Situationen bei dem Patienten informiert ist.

Gegenwärtige Messmethoden müssen von trainiertem medizinischem Personal durchgeführt werden und das – aufgrund des Aufwandes – in der Regel nur einige wenige Male pro Jahr. Ein stark schwankender asymptomatischer Augeninnendruck wird dadurch oft sehr spät festgestellt, was Schädigungen am Sehnerv und irreversible Sehverluste zur Folge haben kann. Mit der Zulassung erfüllt das EYEMATE-System alle regulatorischen Anforderungen für eine kommerzielle Markteinführung innerhalb der EU. 

Quelle: Implantdata

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